• Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size
  • Deutsch
  • Español
Rückruf
Home Schlaganfall

Schlaganfall

E-Mail Drucken PDF
Alle drei Minuten ereignet sich in Deutschland ein Schlaganfall, alle neun Minuten stirbt ein Patient daran. Damit ist der Hirninfarkt hierzulande die dritthäufigste Todesursache. Nur ein Viertel der Betroffenen wird letztendlich wieder ganz gesund. Einschränkungen im Sprachvermögen sind die häufigsten Spätfolgen, die auch viele Jahre nach einem Ereignis noch auftreten können. Mehr als ein Drittel der Patienten bleibt auf Dauer im täglichen Leben stark beeinträchtigt oder wird sogar pflegebedürftig.
Doch so weit muss es nicht kommen: Meistens kündigt sich ein Schlaganfall schon Wochen oder gar Monate im Voraus an.
Typische Warnsignale:
  • Vorübergehende Sehstörungen, Blindheit auf einem Auge oder das Sehen von doppelten Bildern,
  • kurzzeitige Taubheit oder Lähmung einer Körperhälfte,
  • kurzzeitiger Verlust der Sprache und Gesprochenes zu verstehen,
  • Schwindelanfälle, unsicherer Gang,
  • Unfähigkeit Geschriebenes zu verstehen,
  • plötzlich auftretender äußerst heftiger Kopfschmerz mit Übelkeit,
  • Halswirbelsäulenprobleme.
Weil manchmal diese Symptome nur schwach ausgeprägt und schnell wieder verschwunden sein können, besteht die Gefahr, dass sie übersehen oder für harmlos gehalten werden. Nehmen Sie sie ernst: Gehen Sie sofort zum Arzt, wenn Sie den Verdacht haben, eines der Warnsignale bei sich beobachtet zu haben. Wer die Warnzeichen erkennt und sich rechtzeitig behandeln lässt, kann einen Schlaganfall häufig verhindern. Experten schätzen, dass präventive Therapien 70 Prozent der Hirninfarkte vorbeugen könnten.

Risikofaktoren:
Alles, was die Arteriosklerose fördert, steigert auch das Schlaganfall-Risiko. Arteriosklerose ist die umgangssprachlich meist Arterienverkalkung genannte Erkrankung der Schlagadern, bei der sich Ablagerungen an den Arterien festsetzen, diese weniger elastisch machen und langsam verengen.
Diese sechs Punkte sind die größten Risikofaktoren:
Bluthochdruck
Übergewicht
Bewegungsmangel
Rauchen
Diabetes
Fettstoffwechselstörungen (erhöhter Cholesterinspiegel)
Um von vornherein das Risiko für einen Schlaganfall so gering wie möglich zu halten, sollten Sie sich sportlich betätigen und nicht rauchen. Wichtig: Ernähren Sie sich gesund, damit Blutdruck, Blutzucker und schädliches LDL-Cholesterin nicht krankhaft ansteigen. Außerdem sollte ihr Arzt regelmäßig ihre Blutwerte kontrollieren.

Erste Hilfe:
Rufen Sie bei den ersten Anzeichen für einen Schlaganfall unverzüglich den Notarzt. Dann lockern Sie zur Erleichterung der Atmung die Kleidung und entfernen gegebenenfalls Zahnprothesen. Öffnen Sie für eine ausreichende Zufuhr von frischer Luft das Fenster. Lagern Sie den Betroffenen so, dass im Liegen Kopf und Schultern um etwa 30 Grad erhöht sind. Geben Sie dem Patienten weder zu essen noch Getränke. Kontrollieren Sie regelmäßig Herzschlag und Atmung und bringen Sie die Person in die stabile Seitenlage, falls sie das Bewusstsein verlieren sollte.

Vorbeugung:
Mitunter reichen schon kleinere Änderung des Lebensstils aus, um die Werte in den Normbereich zu bringen. Bewegung und Ernährung sind hier die Schüsselfaktoren. Schwitzen statt Fernsehen und frisches Obst und Gemüse statt Adventsgebäck und Weihnachtsbraten. Auf Salz sollten Hochdruckpatienten möglichst verzichten.
 

Powered by Valprimera