• Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size
  • Deutsch
  • Español
Rückruf
Home Ohrgeräusche

Ohrgeräusche (Tinnitus)

E-Mail Drucken PDF

Ohrgeräusche (Tinnitus)

Es rauscht, pfeift, zischt, klingelt oder rattert im Ohr und im Kopf. Diese subjektiv wahrgenommenen Töne haben keine äußere Schallquelle und setzen sich hartnäckig im Kopf fest. Tinnitus kann vielfältige körperliche und seelische Ursachen haben.

Diese Höreindrücke kommen von innen. Kein anderer, außer dem Betroffenen selbst, kann sie hören. Häufig sind es hohe Pfeif- und Piepstöne, die entweder ständig im Ohr klingen oder in bestimmten Abständen immer wieder auftreten. Manche Patienten plagt ein Rattern, Zischen, Rauschen oder tiefes Brummen. Andere Tinnitusvarianten gleichen einem vorbeifahrenden Zug oder einer Bohrmaschine. Auch Ohrensausen gehört in die Reihe solch störender Schallempfindungen.

Ohrgeräusche kennt fast jeder. Sie tauchen ganz plötzlich auf, vergehen meist aber gleich wieder. Bei manchen Menschen nisten sie sich jedoch als Dauertöne in Ohr und Kopf ein und bereiten erhebliches Unbehagen. Solche Geräusche verschwinden sehr oft wieder, vor allem dann, wenn eine Ursache festgestellt und entsprechend behandelt werden kann. Nicht immer lässt sich allerdings ein konkreter Auslöser feststellen. Tinnitus kann auch chronisch werden und teilweise mit tiefgehenden Leiden verbunden sein. 

Die Medizin unterscheidet drei Abstufungen:

1) Ein akuter Tinnitus besteht nicht länger als drei Monate. Häufig tritt er im Zusammenhang mit einer Ohrerkrankung auf. Ab einer Dauer von über drei Monaten bis zu einem Jahr sprechen die Fachleute von einem subakuten Tinnitus.

2) Ein chronischer Tinnitus hält, oft trotz Behandlung, länger als ein Jahr an. Manche Betroffene kommen mit den Dauertönen im Alltag zurecht, sie kompensieren sie. Für andere ist die Belastung jedoch so stark, dass weitere körperliche und seelische Probleme hinzukommen.

3) Je nach Belastungsgrad wird der Tinnitus wiederum in vier Grade eingeteilt. Grad I und II betreffen den kompensierten Tinnitus, der gar nicht oder nur gelegentlich stört. Grad III und IV beziehen sich auf einen dekompensierten Tinnitus, der mit einem erheblichen Leidensdruck und häufig Begleiterkrankungen einhergeht.

Dabei ist Tinnitus keine eigenständige Krankheit, sondern Symptom für unterschiedliche Störungen, deren Ursachen sehr vielfältig sind. Am Anfang stehen meist Schäden und Erkrankungen im Ohr selbst, etwa durch Entzündungen oder starke Lärmeinwirkung. Negativ wirken Dauerstress und psychische Belastungen. Der Hörsturz ist einer der häufigsten Begleiterscheinungen des beginnenden Tinnitus. Infrage kommen auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechselstörungen, Probleme an der Halswirbelsäule oder in den Kiefergelenken. Viele Tinnitus-Betroffene leiden gleichzeitig unter einer Geräuschüberempfindlichkeit.

In jedem Fall ist eine Konsultation beim HNO-Arzt anzuraten.

 

Powered by Valprimera