EKG- Elektrokardiografie

Ein sogenanntes "EKG" kennt wohl jeder, der schon einmal beim Arzt eine Grunduntersuchung an sich hat durchführen lassen. Doch was ist das für ein Gerät mit dem man verkabelt wird, wie funktioniert das und was kann der Arzt damit erkennen.
Der Elektrokardiograf ist ein mit einem Schreib- oder Speichergerät kombiniertes Voltmeter, das die Herzströme verstärkt, diese Herzstromkurven misst und mittels Thermoschreiber, Magnetbandspeicher oder am Bildschirm (Elektrokardioskop) sichtbar macht bzw. für die weitere Auswertung aufzeichnet.
Meistens wird das EKG (Elektrokardiogramm) auf ein spezielles Grafikpapier mit Millimetereinteilung aufgezeichnet, welches die EKG-Wellen, -Zacken und -Intervalle und damit den Ablauf der Herztätigkeit erkennen lässt und kommt bei der Routineuntersuchung wie z.B. bei einer Vorsorgeuntersuchung zum Einsatz.
Im Normalfall werden an dem zu untersuchenden Patienten Elektroden an der Haut angebracht, im Spezialfall - während eines herzchirurgischen Eingriffs - werden die Herzströme direkt vom Herzen zur Aufzeichnung abgeleitet. Die Metallelektroden werden an der Brust, den Armen und an den Beinen angebracht und sind über Drähte mit dem Gerät verbunden. Die Punkte an der Brustwand (6 Punkte) und an den Gliedern (Handgelenke und Knöchel), an denen die Elektroden angebracht werden, sind genau definiert, um die Vergleichbarkeit verschiedener Messungen zu gewährleisten. Um die Leitfähigkeit der Elektroden zu erhöhen, wird beim Anbringen derselben ein leitendes Gel bzw. ein feuchtes Elektroden-Papier verwendet. In manchen Fällen (beispielsweise zur Vorbereitung eines Langzeit-EKG) muss zum Anbringen der Elektroden die Haut gereinigt (entfettet) und rasiert werden.
Komplexe Herzrhythmusstörungen werden durch ein Langzeit-EKG aufgezeichnet, das über 24 Stunden oder länger durchgeführt wird. Dabei trägt der Patient ein kleines Aufzeichnungsgerät in einer Umhängetasche mit sich.
Die Durchführung des EKG unter Belastung (Belastungs-EKG oder Ergometrie) dient der Feststellung der Belastbarkeit eines Patienten und wird bei belastungsabhängigen Herzerkrankungen bzw. zur Diagnose einer entstehenden koronaren Herzerkrankung durchgeführt, um eine belastungsabhängige Durchblutungsstörung zu diagnostizieren. Herzrhythmusstörungen die erst unter Belastung auftreten, werden erkannt. Ebenso dient das Belastungs-EKG der Überprüfung und Kontrolle von Medikamenten, die sich auf das Herz auswirken.
Der Patient wird vorbereitet, indem er auf ungewöhnliche Herzgeräusche abgehört wird, außerdem werden Blutdruck und Puls kontrolliert. Nach Anlegen der Elektroden werden die Herzströme bei steigender Belastung gemessen. Die Belastung erfolgt durch Bewegung am Fahrrad oder auf einem Laufband (Fahrradergometer, Laufbandergometer). Bei Auftreten von Komplikationen muss die Ergometrie vom untersuchenden Arzt abgebrochen werden.





EKG-Elektrokardiographie

