Body-Mass-Index
Der Body-Mass-Index (BMI) – ist eine Maßzahl für die Bewertung der Körpermasse eines Menschen. Da Übergewicht ein weltweit zunehmendes Problem darstellt, wird die Körpermassenzahl vor allem dazu verwendet, auf eine diesbezügliche Gefährdung hinzuweisen. Der BMI gibt lediglich einen groben Richtwert an und ist umstritten, da er die Statur eines Menschen und die individuell verschiedene Zusammensetzung der Körpermasse aus Fett- und Muskelgewebe naturgemäß nicht berücksichtigt.
Alter und Geschlecht spielen bei der Interpretation des BMI eine wichtige Rolle. Männer haben in der Regel einen höheren Anteil von Muskelmasse an der Gesamtkörpermasse als Frauen. Deshalb sind die Unter- und Obergrenzen der BMI-Werteklassen bei Männern etwas höher als bei Frauen. Diese Unterscheidung ist aber hinsichtlich des Aussagewertes zentral, so dass der BMI-Wert − neben der Ergebnisverzerrung bei steigender Körpergröße und ähnlicher Statur − nur begrenzt anwendbar und aussagefähig ist. Aufgrund der hohen Dichte des Muskelgewebes bei Sportlern erreichen diese oft BMI-Werte, die ein Übergewicht implizieren. Maßgeblich für ein Übergewicht ist jedoch der Anteil des Fettgewebes, über den der BMI keine Aussage treffen kann.
Wenn die Hose spannt und der Rock kneift, ist das nicht nur ein kosmetisches Problem: Übergewichtige laufen eher Gefahr, eine ganze Reihe von Krankheiten zu bekommen, allen voran Herzleiden und Diabetes Typ 2. Doch Fett ist nicht gleich Fett: Wenn sich die Kilos vor allem in der Leibesmitte sammeln, ist das für die Gesundheit schädlicher als Polster an den Hüften oder Oberschenkeln. Schon seit einigen Jahren wissen Forscher, dass der Bauchumfang entscheidend ist. So lautet eine Empfehlung der US-amerikanischen National Institutes of Health, dass Frauen höchstens 88 Zentimeter Bauchumfang haben sollten, Männer nicht mehr als 102 Zentimeter (der Bauchumfang wird stehend, am besten morgens vor dem Frühstück in Höhe des Bauchnabels mit entspanntem Bauch gemessen. Nicht tief eingeatmet aber auch nicht tief ausgeatmet)(Übergewicht).
Am aussagekräftigsten ist der Bauchumfang für die Gruppe der Übergewichtigen mit einem Body-Mass-Index über 27. Denn der Body-Mass-Index (BMI), der das Gewicht im Verhältnis zur Körpergröße erfasst, habe nicht ausgedient. „Der BMI ist ein Maß für die Gesamtgröße der Fettspeicher, der Bauchumfang hingegen definiert das Risiko genauer“, so der Adipositas-Experte.
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